Datenschutz & Sicherheit
DSGVO, Hosting in der EU und wer eure Daten sieht
Was wir zusagen, was wir noch nicht nachweisen können, und woran ihr uns messen solltet.
Sag uns, was ihr brauchtEin Tierheim verarbeitet mehr personenbezogene Daten, als die meisten annehmen: Adressen von Adoptantinnen, Telefonnummern von Ehrenamtlichen, Angaben zu Vorkontrollen, Spenderdaten, manchmal den Grund für eine Abgabe. Wer nach DSGVO-konformer Tierheim-Software sucht, sucht deshalb selten ein Zertifikat, sondern zwei belastbare Antworten: Wo liegen die Daten, und wer kann sie sehen? Hier stehen beide — zusammen mit dem, was wir zum jetzigen Zeitpunkt ausdrücklich nicht behaupten können.
Wo die Daten liegen
Taildesk wird in Deutschland entwickelt und in der Europäischen Union gehostet. Das ist kein Marketingsatz, sondern die Voraussetzung dafür, dass ein Verein die Verarbeitung überhaupt sauber begründen kann, ohne sich mit Drittlandtransfers und deren Rechtsgrundlage zu beschäftigen. Das betrifft nicht nur die Datenbank. Auch die Dienste drumherum — Speicherung von Fotos, Versand von Mails, Auswertung der Zugriffe — gehören in denselben Rechtsraum, sonst verlagert man das Problem nur eine Ebene tiefer.
Wer Zugriff hat
Ehrenamtliche brauchen den Dienstplan und die Tiere, mit denen sie arbeiten. Sie brauchen nicht die Adresse einer Adoptantin, den Grund einer Abgabe oder die Spenderliste. Zugriffsrechte sind deshalb an Rollen gebunden und nicht an Vertrauen. Das ist keine Aussage über die Ehrenamtlichen — es ist die einzige Konstruktion, die noch trägt, wenn jemand aufhört, wenn ein Gerät verloren geht oder wenn eine Person kurz für jemand anderen einspringt. Wer im Heim welche Rolle vergibt, entscheidet das Heim.
Was ihr von uns verlangen könnt
Als Auftragsverarbeiter schulden wir euch einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, eine Auskunft darüber, welche Unterauftragnehmer beteiligt sind, und die Mitwirkung, wenn eine betroffene Person Auskunft oder Löschung verlangt. Dazu kommt der Punkt, der im Alltag am meisten zählt: Export. Ihr müsst eure Daten jederzeit in einem lesbaren Format herausbekommen — ohne Anfrage, ohne Gebühr und ohne Kündigungsgespräch. Ein System, das die Daten festhält, ist unabhängig von jeder Verschlüsselung ein Risiko.
Löschung, die tatsächlich löscht
Eine Vorkontrolle von vor sechs Jahren muss nicht mehr auffindbar sein. Die Adresse einer Person, die einmal angefragt und dann abgesagt hat, auch nicht. Löschfristen gehören deshalb in die Software und nicht in einen Vorsatz. Gleichzeitig gibt es Daten, die ein Verein aufbewahren muss — Spendenbelege etwa unterliegen Aufbewahrungsfristen. Beides gegeneinander sauber zu stellen, ist Teil der Arbeit und keine Einstellung, die ein Verein nebenbei treffen sollte.
Was wir nicht behaupten
Es gibt für Taildesk keine ISO-Zertifizierung, kein Datenschutz-Siegel, kein bestandenes Audit und keinen Penetrationstest durch einen unabhängigen Dritten. Das Produkt ist vor dem Start, und all das setzt einen laufenden Betrieb voraus. Wir schreiben das hin, weil eine Seite über Sicherheit, die mit Siegeln arbeitet, die sie nicht hat, ihr eigenes Thema verfehlt. Was hier steht, sind Zusagen, an denen ihr uns messen könnt — nicht Nachweise, die schon erbracht wären.
Woran ihr uns messen könnt
Hosting und Verarbeitung innerhalb der EU, auch bei den Diensten drumherum.
Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO auf Anfrage.
Rollenbasierte Zugriffsrechte statt Alles-für-alle.
Datenexport in einem lesbaren Format, jederzeit und ohne Gebühr.
Löschung auf Wunsch, mit Blick auf gesetzliche Aufbewahrungsfristen.
Keine Weitergabe an Dritte, kein Datenverkauf, keine Werbefinanzierung.
Taildesk ist noch nicht im Einsatz. Diese Seite beschreibt Zusagen und Bauprinzipien, keine geprüften Tatsachen: Es gibt bislang kein Audit, kein Zertifikat und keinen unabhängigen Sicherheitstest. Wenn euch als Verein ein bestimmter Nachweis fehlt, um mit uns arbeiten zu können, sagt es uns — das ist eine der nützlichsten Rückmeldungen, die wir bekommen können.
Häufige Fragen zum Datenschutz
Ist Taildesk DSGVO-konform?
Wir bauen es so: Verarbeitung in der EU, rollenbasierte Zugriffsrechte, Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28, Export und Löschung auf Wunsch. Formal ist DSGVO-Konformität allerdings nichts, was ein Anbieter allein herstellt — sie hängt auch daran, wie ihr das System einsetzt. Wer etwas anderes behauptet, verkauft ein Gefühl.
Bekommen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag?
Ja. Für einen Verein, der personenbezogene Daten von Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Adoptantinnen verarbeiten lässt, ist das keine Option, sondern Pflicht. Fragt ihn an, bevor ihr echte Daten einspielt.
Wer bei euch kann unsere Daten sehen?
Im Betrieb: niemand, der nicht zur Fehlerbehebung dazu muss. Zugriffe durch uns sollen die Ausnahme mit Anlass sein, nicht der Normalfall. Wir schreiben das hier bewusst als Zusage und nicht als Nachweis — belegen lässt es sich erst durch ein Audit, das es noch nicht gibt.
Welche Nachweise braucht ihr?
Manche Vereine brauchen ein bestimmtes Dokument, bevor sie überhaupt anfangen dürfen. Sag uns welches — dann wissen wir, was zuerst entstehen muss.
Sag uns, was ihr braucht